Ich kam auf den Ponyhof und durfte dort meine letzten Jahre verbringen. Durch meinen Keuchhusten wurde ich zu Beginn nur wenig im Reitunterricht eingesetzt und bald durfte ich als Pensionspony den Hof erkunden.

Mir fielen immer viele Streiche ein, zum Beispiel dass ich meine Reiterin beim Schneeglöckchenpflücken stehen ließ und schön langsam Richtung Heimat lief. Wenn ich im Reitunterricht nicht mitmachen wollte, musste ich nur steigen und die meisten wollten mich schon nicht mehr reiten, bei den anderen machte ich es aufs Kommando, auch mit Reiter am Rücken.

Mein Kommando lautete „Rocky hopp“ oder ein Schnippen mit den Fingern! Auch zum Kirschenpflücken ließ ich mich benutzen, da saßen oder standen sie auf mir rum auf meiner Koppel und pflückten. Wenn es mir reichte lief ich langsam und vorsichtig los, meistens ;-). Schön war es immer bei Ausritten wenn ich laufen durfte, das machte Spaß.

Ich war laut Tierärztin Ulli ca. 35 bis 40 Jahre alt, mein Aussehen verrate ich euch auch noch: Meine Nase zierte eine breite Blesse und mein Fell war fuchsfarben. Mit meinen zwei Koppelfreunden Lexy und Rusty bewohnten wir das „alte Haus“ und die Koppel dazu gegenüber der Reitbahn, da ich wegen meines Hustens nicht in einer Box stehen sollte.

Als dann der Freilaufstall der Ponys gebaut wurde und Lexy und Rusty 4 Jahre alt wurden kamen wir zu den anderen, wo ich mich dann auch entschlossen habe am 22. August 2001 nicht mehr aufstehen zu wollen. Steffi brachte mir für die Nacht frisches Stroh zum Liegen und machte mir noch einen Kopfpolster. Da ich wie immer meinen sturen Kopf durchsetzte, holten sie am 23. August 2001 unsere Tierärztin, die mich erlöste. So durfte ich im Umkreis meiner Freunde und Vertrauten friedlich gehen